Sie sind hier:

Gemeindeversammlung am Reformationstag

Im Rahmen der Feier zum Reformationstag versammelten sich Gemeindeglieder und Gäste zum Gottesdienstam 31. Oktober 2011 um 19 Uhr.

Frau Pfarrerin Schievelbein und Pfarrer Falk feierten gemeinsam einen Abendmahls­gottesdienst zum Thema „Das Verborgene muss ans Licht gebracht werden“ und reflektierten über den Text aus Matthäus 10, 26–33 sowie über Luther, der sich den Mut zum öffentlichen Bekenntnis erst von Gott schenken lassen musste.

Der Gottesdienst wurde von A. Drews musi­kalisch liebevoll gestaltet.

Im Anschluss an den Gottesdienst öffnete der Tagungsraum, der von Angelika Seekatz wunderbar herbstlich geschmückt worden war, seine Pforten, und Schwarzbier, alkoholfreie Getränke, Spundekäs sowie leckere Fleischwurst mit Brötchen empfingen die Besucherinnen und Besucher.

Nach der körperlichen Stärkung und geselligen Gesprächen ging der Abend in die Gemeindeversammlung über, in welcher der momentane Stand der Gemeinde und ihre Perspektiven zur Sprache kamen.

Im Oktober 2011 betrug die Zahl der Gemeindeglieder 1526 Menschen, auf mittlere Sicht zu wenig, um die Pfarrstelle in der Gemeinde im vollen Umfang zu gewährleisten.

Kircheneintritte und Taufen könnten da eine Tendenz aufzeigen, die dieser Entwicklung entgegensteuern könnte. Die Kirchengemeinde ist also auch vom demografischen Wandel betroffen.

Die Auferstehungsgemeinde ist eine sehr lebendige Gemeinde mit einem großen Angebot für unterschiedliche Altersgruppen. Dieses Angebot steht und fällt jedoch damit, dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bereit sind, die Angebote mitzutragen und sich einzubringen.

Drei Gemeinden sind mittlerweile in den Räumen der Auferstehungsgemeinde beheimatet: die Auferstehungsgemeinde selber, die kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul mit ihrer Vorabendmesse sowie die Gruppe iranischer evangelischer Christinnen und Christen mit ihrer regelmäßigen Gottesdienstfeier am Sonntagnachmittag.

Ferner bereichern die Suchthilfeorganisation „Blaues Kreuz“, der Automobilclub „ARCD“, der Aquariumsverein „Amazonas“ sowie zahlreiche Vermietungen das Leben im Haus.

Kurze Blitzlichter auf die einzelnen Gruppen und Kreise sowie die Würdigung derkonstant guten Arbeit der Kindertagesstätte, die inzwischen zwei Ganztagsgruppen und eine Halbtagsgruppe betreibt, folgten an diesem Abend.

Die Ausweitung der Angebote für die „Mittlere Generation“, die Beibehaltung der erfolgreichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Verstetigung der geistlichen Angebote (Gottesdienste und Bibelstunden) gehört zu den Schwerpunkten der zukünftigen Gemeindearbeit.

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichensteht die neu gestaltete Konfirmandenarbeit mit dem Drei–Phasen–Modell besonders im Blickpunkt der Verantwortlichen.

Deutlich wurde an diesem Abend jedoch auch, dass manche anderen Arbeitsbereiche der Gemeinde (z.B. Feste und Feiern, Arbeit mit Senioren) in den nächsten Jahren überdacht werden müssen.

Zu den „Äußerlichkeiten“ der Gemeinde wurde angemerkt, dass die neugestalteten Außenanlagen allgemein sehr positive Eindrücke hinterlassen.

Die Stiftung Auferstehungsgemeinde leistet mit den Zinserträgen der Gemeindearbeit weiterhin entscheidend wichtige Dienste, die sich im Defizitausgleich und in der Finanzierung der Stelle der Sekretärin und des Hausmeisters wohltuend bemerkbar machen.

Dem Finanz- und dem Bauausschuss sowie dem Stiftungsrat wurde noch einmal herzlich für ihr Engagement gedankt.

Zu den Herausforderungen der Zukunft gehören, neben der inhaltlichen Gemeindearbeit und deren Zukunftsorientierung, die Handhabung der Haushaltslage der Gemeinde, der geplante Umbau der Kindertagesstätte und der Erhalt der Gebäude der Gemeinde, die nun inzwischen auch in die Jahre gekommen sind.

Von dem Abend konnten die Beteiligten den Eindruck mitnehmen, dass das lebendige christliche Stadtteilzentrum „Auferstehungsgemeinde“ für die Zukunft grundsätzlich gut aufgestelltist undin der sichverändernden kirchlichen Landschaft auch in Zukunft einen guten Platz innehaben wird.

Roland Falk