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Rückblick Konzert
Am 13. November konnten wir Zeuge eines kurzweiligen und spannenden Gitarrenkonzerts im Doppelpack werden.Das "Gravy Train Guitar Duo", das sind Oliver Rheinheimer und David Eggert, entführte in die Welt der Konzertgitarre und ein zahlreich erschienenes Publikum goutierte den Abend sichtlich!
Nach der Eröffnung mit dem Allegro aus der Englischen Suite in g-moll von J. S. Bach folgten die Micropiezas des kubanischen Gitarristen und Komponisten Leo Brouwer. Hier konnten die beiden Musiker die Klangvielfalt der Gitarre ausdrucksstark präsentieren. Ein Sprung in die Renaissance führte uns zu John Johnson und Thomas Ford und zwei Pavanen und einer Galliarde, den gängigsten höfischen Tänzen jener Zeit.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war sicherlich die Uraufführung des Stücks Primordial but living des Wiener Musikers Günther Zabernigg. Beeindruckend war hier die Tapping-Technik - auf der klassischen Gitarre eine eher ungewöhnliche Spielweise.
Fernando Sor ist ein sehr typischer Vertreter der Gitarren-Literatur des 19. Jahrhunderts. Aus seinem reichhaltigen Oeuvre erklang das zweisätzige Divertissement op. 61, Nr. 1.
Spannend wurde es wieder beim nächsten Stück, des serbisch-amerikanischen Komponisten und Gitarristen, Dusan Bogdanovic, der in seinen Werken viele musikalische Einflüsse aus Jazz, klassischer Musik und Weltmusik, insbesondere der Balkan-Musik und ihrer speziellen Rhythmik, verarbeitet. In Three Straws wob er einen amerikanischen Folksong aus dem frühen
19. Jahrhundert ein.

Der krönende Abschluss des Konzerts war eine Bearbeitung der Klavierkomposition El Puerto des Impressionisten Isaac Albéniz, eine musikalische Beschreibung des Hafens von Cadiz. Das spanische Kolorit wurde durch die Gitarrenbesetzung wunderbar untermalt.
Ohne Zugaben konnten die beiden Musiker natürlich nicht "entlassen" werden und verblüfften die Zuhörer mit einem Stück, bei dem sie gemeinsam auf einer Gitarre spielten. Ein Konzert für Augen UND Ohren!
Herzlichst, Ihre Britta Roscher